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Am 25. Juli 1814 wird die Bibelgesellschaft für das Königreich Hannover gegründet. Den Anstoß gibt der schottische (presbyterianische) Pfarrer Robert Pinkerton (unten), Gesandter der BFBS (British and Foreign Bible Society), London.

Patron der Bibelgesellschaft wird der Herzog von Cambridge (links), zum Vorstand gehören Minister, Honoratioren - aber auch reformierte, lutherische und katholische Pfarrer. Wenige Jahre später wird wird ein päpstliches Dekret Katholiken strikt verbieten, Bibelgesellschaften anzugehören, geschweige denn in ihnen mitzuwirken.

Schnell bilden sich in Städten, Kleinstädten und größeren Orten Zweig - Bibelgesellschaften.

Gedruckt bzw. verteilt werden für evangelisch - lutherische Menschen die Luther - Übersetzung, für reformierte Gemeindemitglieder die Züricher Bibel, für Katholiken die Übersetzung von Leander van Ess.

Die bibelgesellschaftliche Bewegung ist die erste wirklich ökumenische und europäische Bewegung der Neuzeit. Sie versteht sich als geistige Neuorientierung nach der Befreiung von der napoleonischen Herrschaft - das erklärt, warum für sie das Heil aus Großbritannien kommt!

Die Wurzeln der Bibelgesellschaftsbewegung liegen in Rationalismus und Aufklärung sowie in Pietismus und erwecklichen Gruppen innerhalb und außerhalb der Kirchen. Treibende Kräfte sind nicht die Amtsträger, sondern engagierte Nicht - Profis: begeisterte Ehrenamtliche!

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